Sonnenschutz verhindert Vitamin D3- Bildung #1

Vitamin D

Vitamin D3 5000 IE von Vita2You

oder

der verhinderte Testbericht

Was für ein Paradoxum. Da cremen wir uns vor einem Sonnenbad alle fleißig ein, um einen Sonnenbrand zu verhindern. Sicher verhindern wir dieses, bei richtiger Anwendung, aber … wir hindern damit auch, dass die UVB-Strahlen unsere Haut erreichen. Und diese sind wichtig zur Vitamin D3-Produktion.

Die meisten von uns verbringen den Großteil ihres Tages in Gebäuden oder Fahrzeugen. Leider kann künstlich erzeugtes Licht keine D3-Produktion anregen. Und auch Sonnenbankbenutzer kurbeln ihre Vitamin D3-Produktion nicht an, wenn sie nicht geziehlt nach UVB-Bänken fragen. Das übliche UVA-Licht nutzt da leider nichts.

Wann in die Sonne?

Dazu sagt Prof Dr. Jörg Spitz (ein Sonnen- und Vitamin D-Fachmann):

Die „güldene Abendsonne“ ist ebenso wenig zur Vitamin D-Herstellung geeignet wie das „zarte Morgenrot“. Die Physiker haben ausgerechnet, dass praktisch keine UV-Bestrahlung mehr die Erde erreicht, wenn die Sonne niedriger als 45° am Himmel steht. Das ist im Sommer vor 10 Uhr und nach 16:00 Uhr der Fall und in der kalten Jahreszeit zwischen Oktober und Februar ständig. Die beste Tageszeit für die Vitamin D-Bildung ist die Mittagszeit, da die UV-Strahlung dann am wenigsten von der Atmosphäre absorbiert wird.“

(Quelle: www.netzwerk-frauengesundheit.com)

Ab in die Mittagssonne?

Überall wird davor gewarnt sich nicht unbedingt der Mittagssonne auszusetzen. Aber auch hier heißt es: Viel – hilft nicht viel!
Schon 5-10 Minuten, mit unbedeckten Armen und Beinen, reichen aus um eine ordentliche Portion Vitamin D3 zu bilden. Aber wer von uns hat schon die Möglichkeit sich in die Mittagssonne zu setzen? Und wie siehts im Winter aus?

Sonnenallergie

Wer sich damit rumärgern muss, wird sich kaum ungeschützt der Sonne hingeben. Und selbst dieser Schutz hilft bei mir nur bedingt. Nach einigen Tagen Sonnenlust, kommt der Bläschenfrust.

Mögliche Folgen eines Vitamin D3-Mangels?

An erster Stelle steht wohl die Schwächung des Immunsystems und die oft damit folgende Grippe. Auch Asthma, Bluthochdruck, Karies, Haarausfall bei Frauen! und Neurodermitis werden angeben.

Alles Quatsch, die richtige Ernährung machts!

Vitamin D3 ist in verschiedenen Lebensmitteln enthalten. Die nachfolgende Liste soll euch als Beispiel aufzeigen, wieviel Gehalt pro 100 g für die Abdeckung des vorbeugenden Vitamin D Bedarfs von 2.000-4.000 IE nötig wäre:

  1. Lebertran* – 10.000 IE – 17- 34 g pro Tag

  2. Hering* – 1.000 IE – 185-370 g pro Tag

  3. Avocado – 200 IE – 1-2 kg proTag

  4. Hühnerei – 80 IE – 2,5 – 5 kg pro Tag

    *Fisch aus Wildfang! Zuchtfische aus Aquakultur enthalten weniger Vitamin D

Also schon hier kann man deutlich sehen, dass eine Abdeckung durch Lebensmittel sehr schwierig ist. Es sei denn, man bekommt Lebertran herunter…

Vitamin K und Magnesium

Hier geht der Spaß nun wirklich los. Die Vitamin D-Abdeckung ist eine Seite. Aber ohne das Vitamin K2 kann das Vitamin D sogar schädliche Auswirkungen haben. Denn es sorgt dafür, dass einige wichtige, durch Vitamin D3 gebildete Proteine aktiviert werden. Vernachlässigt man dieses Vitamin, kann es zu einer schleichenden Verkalkung der Gewebe und Gefäße führen. Eine Überdosierung von Vitamin K2 ist übrigens nicht möglich. Die Verkalkung macht mir da schon mehr Sorgen.

Das Vitamin D3 benötigt für seine Umwandlung in eine biologisch wirksame Form Magnesium. Ein Magnesiummangel sorgt für eine Wirkungslosigkeit der Umwandlung.

Richtwerte für gesunde Erwachsene

Als gute Orientierung können folgende Richtwerte dienen:

Vitamin D: 50IE pro kg Körpergewicht
Vitamin K2: 2-3µg pro kg Körpergewicht

Beispiele für die Therapie
Daraus ergeben sich folgende mittlere Dosierungen für die Therapie.

Ziel Vitamin D3Vitamin K2 MK7Magnesium
AnfangstherapieAuffüllen der Körperspeicher nach einem Mangel. Schnelles Erreichen eines guten Vitamin-D-Spiegels.1x 50.000 IE danach 10.000 IE pro Tag für 4 Wochen200 µg/Tag200 mg /Tag
Erhaltungstherapie/Prävention im WinterErhalten eines guten Vitamin-D-Spiegels3000 – 5000 IE150 – 200 µg/Tag(bei Bedarf)
Erhaltungstherapie/Prävention im SommerErhalten eines guten Vitamin-D-Spiegels400 – 2000 IE150 – 200 µg/Tag(bei Bedarf)
Versorgung durch die Sonne im SommerErhalten eines guten Vitamin-D-Spiegels150 – 200 µg/Tag(bei Bedarf)

(Quelle: www.vitamind.net)

Dosierung nach dem Körpergewicht

Eine allgemeine Empfehlung lautet: etwa 50 IE pro Kilogramm Körpergewicht. Bei stark übergewichtigen Menschen muss dieser Wert aber deutlich nach oben angepasst werden. Denn ein Teil des aufgenommenen Vitamin D3 wird im Fettgewebe gespeichert. (Natürlich – auch noch mit rein. Spricht mich jetzt Jemand auf meine Speckrollen an: Ist Vitamin D! ) Je mehr also vom Fettgewebe vorhanden ist, desto mehr Vitamin D geht auf diese Weise verloren. 

Produkttest:

Dafür ist jetzt leider kein Platz mehr. 😀

Eigentlich wollte ich nur ein bischen über das Vitamin D3 erzählen, so als Einleitung. Aber ihr seht schon, über ein einziges Vitamin könnte man Bücher füllen.

Eine Minute lang habe ich überlegt die Delete-Taste zu benutzen um euch nicht so zu zutexten. Aber da ich jetzt gleich zum Spätdienst muss, einen Großteil meines Samstagvormittages damit zugebracht habe hier zu tippern, bleibt der Text! 😀

Fazit:

Es werden viele Präparate im freien Handel angeboten. Trotzdem sollte man immer seinen Hausarzt mit ins Boot holen. Ihr seht, dass der Körper eine äußerst komplizierte Maschinerie ist und viele Faktoren von einander abhängig sind. Und wir alle wollen doch Vater Staat nicht die evtl. Rente schenken. 😉

8 Kommentare

  1. Vitamine sind super wichtig. Ich leide ständig unter irgendeinem Mangel, es ist so wie du es schon beschrieben hast: eine Abdeckung durch Lebensmittel ist sehr schwierig! Danke für deinen tollen Beitrag 🙂 Gut das du die Delete-Taste nicht gedrückt hast.
    Liebe Grüße Susi

  2. Boah , davon hatte ich bisher Null Ahnung …
    Aber es gibt Vitamin D 3 Tabletten , die die man den Babys gibt ? Wäre das nix ?
    liebe grüße dajana ( die jetzt nicht nochmal nachlesen möchte 🙂 )

    • Ich weiß was du meinst, aber die Dosierung bei Kindern ist wieder eine ganz andere, als bei Erwachsenen.
      Das selbst die Statur (dick, dünn) für die Aufnahme ein Kriterium ist, war mir auch neu.

  3. Hätte die Einnahme von Vitamin D positive Folgen bei meinem Asthma und meiner allergischen Haut? Habe ich Dich da richtig verstanden?
    Vor Glatze habe ich natürlich auch Angst…

    • Laut einer Studie die ich hier bei der Recherche gelesen habe, sage ich mal vorsichtig: Ja.
      Aber sich selbst die Dosis auszurechnen, finde ich waghalsig. Um den Doc kommt man einfach nicht herum. Allerdings gibt es wenige, die von sich aus mal den Wert testen. Da muss man geziehlt darauf ansprechen.
      Haarausfall – gerade bei Frauen -kann auch andere Ursachen haben. Bei mir ist es die Schilddrüse, die mich zumindest kopfmäßig, immer etwas abnehmen lässt.

    • Hier ist immer der Arzt als erstes gefragt. Selbstdiagnosen sind, wie du selbst bemerkt hast, nicht immer klug. 😉

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